Suchtverhalten
Freitag,25. Juli 08
Neulich fragte mich mein Arzt, wieviel ich wiege.
Seit langer Zeit schon habe ich die Waage als meinen persönlichen Feind erkannt und aus meinem Badezimmer verbannt,
Deshalb war meine Antwort:.
„keine Ahnung ! irgendetwas zwischen 60kg und 90kg „
Der Onkel Doktor schüttelte mißbilligend den Kopf und stellte mich zu meinem Entsetzen auf die Waage. Der hat ja noch dazu eine, auf der man nicht schummeln kann. Ich schaute nicht hin !
Der Onkel Doktor meinte, es wäre zu viel und ich müsse abnehmen. Zwar gab er zu, daß es schwierig wäre mit den Medikamenten, die ich nehmen muß, aber …….
Also gut , ich wollte die Sache richtig angehen und bestellte bei einer Diätfirma fertig zusammengestelltes Essen für die ersten 3 Wochen.
Es ist nicht einmal schlecht und meine Befürchtung, daß ich vor Hunger zusammenbrechen würde hat sich bis jetzt als unbegründet herausgestellt.
Aber der Empfehlung, gewissenhaft auf die Waage zu steigen, werde ich nicht nachkommen. Ich weiß, was daraus entstehen kann.
Es ist wie bei einem Alkoholiker, der trocken ist : ein einziger Schluck wirft ihn in die Sucht zurück. Bei der Waage ist es ähnlich. Ein einziges mal draufsteigen und ich komme in einen Teufelskreis.
Zuerst kontrolliere ich das Gewicht nur einmal täglich. Schon das bedeutet Frust, denn nach drei Tagen heldenhafter Diät zeigt dieses Teufelsgerät keinerlei Erfolg an.
Aber dann, eines Tages… juhu ! 20 dag weniger !
Ab jetzt wird es schlimm. Dieses Hochgefühl muß ich mir öfters geben. Und deshalb steige ich öfter als einmal täglich auf die Waage.
Und fahre gefühlsmäßig auf einer ungeheuren Achterbahn: Euphorie bei Abnahme, Depression bei Stillstand, tiefste Niedergeschlagenheit bei kleinster Zunahme !!!!!! Und fallweise betrübte Schokolade-Depression.
Das ist Sreß pur und da das bewährteste Mittel gegen Streß Schokolade ist….. Oweh. Schon bin ich im schönsten Suchtverhalten drin.
Die Waage beherrscht meinen Alltag, ja mein Leben insgesamt. Ich komme zu gar nichts Anderem mehr, weil ich dauernd auf die Waage steigen muss.
Nein !!!!!!!! damit will ich gar nicht erst anfangen. Mir ist es schnurzegal, was die Waage zeigt.
Und wenn mich der Onkel Doktor in seiner Ordination wieder zwingt, auf dieses Ungeheuer zu steigen, dann gucke ich vorsichtshalber wieder nicht hin.
Neulich fragte mich mein Arzt, wieviel ich wiege.
Seit langer Zeit schon habe ich die Waage als meinen persönlichen Feind erkannt und aus meinem Badezimmer verbannt,
Deshalb war meine Antwort:.
„keine Ahnung ! irgendetwas zwischen 60kg und 90kg „
Der Onkel Doktor schüttelte mißbilligend den Kopf und stellte mich zu meinem Entsetzen auf die Waage. Der hat ja noch dazu eine, auf der man nicht schummeln kann. Ich schaute nicht hin !
Der Onkel Doktor meinte, es wäre zu viel und ich müsse abnehmen. Zwar gab er zu, daß es schwierig wäre mit den Medikamenten, die ich nehmen muß, aber …….
Also gut , ich wollte die Sache richtig angehen und bestellte bei einer Diätfirma fertig zusammengestelltes Essen für die ersten 3 Wochen.
Es ist nicht einmal schlecht und meine Befürchtung, daß ich vor Hunger zusammenbrechen würde hat sich bis jetzt als unbegründet herausgestellt.
Aber der Empfehlung, gewissenhaft auf die Waage zu steigen, werde ich nicht nachkommen. Ich weiß, was daraus entstehen kann.
Es ist wie bei einem Alkoholiker, der trocken ist : ein einziger Schluck wirft ihn in die Sucht zurück. Bei der Waage ist es ähnlich. Ein einziges mal draufsteigen und ich komme in einen Teufelskreis.
Zuerst kontrolliere ich das Gewicht nur einmal täglich. Schon das bedeutet Frust, denn nach drei Tagen heldenhafter Diät zeigt dieses Teufelsgerät keinerlei Erfolg an.
Aber dann, eines Tages… juhu ! 20 dag weniger !
Ab jetzt wird es schlimm. Dieses Hochgefühl muß ich mir öfters geben. Und deshalb steige ich öfter als einmal täglich auf die Waage.
Und fahre gefühlsmäßig auf einer ungeheuren Achterbahn: Euphorie bei Abnahme, Depression bei Stillstand, tiefste Niedergeschlagenheit bei kleinster Zunahme !!!!!! Und fallweise betrübte Schokolade-Depression.
Das ist Sreß pur und da das bewährteste Mittel gegen Streß Schokolade ist….. Oweh. Schon bin ich im schönsten Suchtverhalten drin.
Die Waage beherrscht meinen Alltag, ja mein Leben insgesamt. Ich komme zu gar nichts Anderem mehr, weil ich dauernd auf die Waage steigen muss.
Nein !!!!!!!! damit will ich gar nicht erst anfangen. Mir ist es schnurzegal, was die Waage zeigt.
Und wenn mich der Onkel Doktor in seiner Ordination wieder zwingt, auf dieses Ungeheuer zu steigen, dann gucke ich vorsichtshalber wieder nicht hin.
amanta - 25. Jul, 11:54